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Die Frage, ob man mit der Trocken- oder der Nassfliege fischt, entscheidet sich am Wasser — nicht am Bindestock. Beide Techniken fangen Fische. Es kommt darauf an, was die Fische gerade fressen und wo in der Wassersäule sie stehen.
Die Trockenfliege
Die Trockenfliege schwimmt auf der Oberfläche und imitiert ein geschlüpftes oder auf dem Wasser treibendes Insekt. Sie ist die sichtbarste und für viele die schönste Art des Fliegenfischens: Man sieht den Biss.
- Wann? Wenn Fische steigen und sichtbar an der Oberfläche fressen.
- Wo? An ruhigen bis mäßig strömenden Abschnitten, an Gumpen und Kehrwassern.
- Worauf achten? Ein sauberer, drag-freier Drift ist alles. Sobald die Fliege unnatürlich über das Wasser zieht, ist der Fisch weg.
Die Nassfliege
Die Nassfliege — und ihre Verwandten Nymphe und Streamer — fischt unter der Oberfläche. Der Großteil der Nahrung eines Fisches findet sich unter Wasser, weshalb die Nymphe oft die fängigste Methode ist.
- Wann? Wenn keine Fische steigen — also die meiste Zeit.
- Wo? In der gesamten Wassersäule, besonders am Grund in schnelleren Zügen.
- Worauf achten? Bisserkennung. Ein Bissanzeiger oder eine aufmerksame Schnurführung machen den Unterschied.
Kurz gesagt
Steigen Fische, nimm die Trockenfliege. Ist die Oberfläche ruhig, geh mit der Nymphe in die Tiefe. Wer beides beherrscht, fängt das ganze Jahr.
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